| Raus aus den Fotocommunities ist natürlich eine provokante These, ich selber bin ja auch aktives Mitglied in diesen Communities. Man kann schnell ein Feedback für seine Arbeiten bekommen und kann seine Arbeiten einer großen Anzahl Menschen vorstellen. Zusammengefasst ist nicht alles Gold was glänzt. Bei Stöbern im Internet bin ich auf diese These gestoßen. Wer in der persönlichen fotografischen Entwicklung weiterkommen will, der sollte aus den Fotocommunities aussteigen. Hier gibt es den gesamten Artikel. Einige Punkte hab ich mal zusammengefasst.... | |||||||||||||
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SOZIOLOGIE | |||||||||||||
| "Foto- Gemeinschaften erfüllen einen Großteil aller Voraussetzung von “Totalen Institutionen”, wie sie der Soziologe Erving Goffman betitelte, oder weiter gefasst von geschlossenen, sozialen Systemen. Kurz gesagt: Geschlossene Systeme sind bestrebt möglichst wenig Beziehungen zu ihrer Umwelt zu haben und führen eine Kommunikation nur intern durch. Oder noch einfacher ausgedrückt: Die User suhlen sich nur im eigenen Mist." "Ein System ist dann lebendig und gesund, wenn es hinreichend Kontakte und Beziehungen in die Außenwelt hat. Fehlen diese Kontakte bzw. Beziehungen, so erkrankt und verkümmert das System. Genau diese gesunden Kontakte und Beziehungen fehlen in Foto-Communities. Die eingeschränkte Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft bringt etliche Probleme mit sich, die sich jeder ernsthaft fotografierende Mensch zum Wohle seiner eigenen persönlichen fotografischen Weiterentwicklung bewusst machen sollte." Olaf Bathke | |||||||||||||
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| ANMERKUNGEN SIND NICHT EHRLICH | |||||||||||||
| "Wer lobt der hat in solchen Gemeinschaften “Freunde” oder Neudeutsch “Buddys”. Wer ehrlich ist, wird von der Gemeinschaft angegriffen und von den befreundeten Buddys verteidigt." Interessanterweise hat sich in diesen Gemeinschaften auch schon das Gegenmodel des notorischen Kritikers herausgebildet. Auch hier spreche ich dem Kritiker die Ehrlichkeit ab. Nur wer auffällt, der hat bei der Jagd nach den meisten Klicks u.U. die Nase vorn und ist in solchen Foto- Communities überhaupt existent" Olaf Bathke | |||||||||||||
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| PERSÖNLICHE WEITERENTWICKLUNG | |||||||||||||
| "User in einem geschlossenen System bleiben in dem kreativen Sumpf der Gemeinschaft hängen und entwickeln sich persönlich nicht weiter. Vergleicht man mal das englischsprachige, photo.net mit der deutsche fotocommunity.de oder gar mit dem polnisch wurzelnden altphotos.com so kann man relativ leicht Moden und bevorzugte Richtungen erkennen. Statt der eigenen Stimme zu lauschen, preschen Herrscharen den Moden hinterher." Olaf Bathke | |||||||||||||
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| BILDERKLAU | |||||||||||||
| "Die Abgrenzung von Inspiration und Kopie ist in solchen geschlossenen Systemen bedenklich schmal. Präsentiert man mal etwas Eigenes was gefällt, so wird es sofort kopiert oder geklaut. Persönliche Werte zerrinnen unter dem Diktat der Plagiatoren. Auch unter diesem Gesichtspunkt möchte ich mal die Theorie aufstellen, dass zuviel Zeit mit dem kopieren verbracht wird, als mit der Produktion von eigenen Inhalten. Ein Foto wird von dem nächsten kopiert." Olaf Bathke | |||||||||||||
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| TECHNIKVERBOHRTHEIT | |||||||||||||
| "Ein Großteil aller Kommunikation dreht sich um die Technik und nicht um Weiterentwicklung, Stil, Ausdruck oder Ähnliches. Es wird suggeriert, dass man nur durch die Betätigung der richtigen Regler in einem Bildbearbeitungsprogramm ein tolles Foto machen kann. Es ist nicht der Farbregler in Photoshop, der eine Aussage in einem Foto manifestiert, es ist nicht das längste Objektiv, was gute Fotos macht, es ist die Vision des Fotografierenden, die Wunder vollbringt und Einmaliges schafft!" Olaf Bathke | |||||||||||||
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| WAS NUN? | |||||||||||||
| Natürlich ist nicht alles an Fotocommunities schlecht, Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte. Deswegen hab ich mir diese Pro und Kontraliste erstellt. | |||||||||||||
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| Die deutsche Fotocommunity hat nach eigenen Angaben über 1 Mio. Mitglieder (Stand 1.2.2010) Von diesen wird täglich eine Unmenge an Bildern hochgeladen. Selbst wenn man sich auf einen Spezialbereich beschränkt kann man die Masse an Bildern nicht verarbeiten. Das bedeutet im Umkehrschluss auch das eigene Bild geht in der Menge unter. Außerdem leidet unter der Masse der Bilder eindeutig die Qualität. Manchmal muss man sich durch Seiten von Fotos quälen um ein sehenswertes Foto zu sehen. Ein User hat dazu mal passend geschrieben "Die FC verkommt zu einer Sammlung von Handyknipsbildern" Die Folge, man erstellt eine Freundesliste Fotografen deren Bilder gefallen und schaut sich die anderen Bilder gar nicht mehr an. Leider habe auch ich während der letzten Jahre in der FC nur einmal eine ausführliche konstruktive Kritik von einem erfahrenem Fotografen bekommen. Aufgrund meiner Erfahrungen mit Kritik an anderen Bilder hab ich im Gegenzug aber auch keine Lust anderen Tips zu geben. Manchmal habe ich das Gefühl mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflex erwirbt man gleichzeitig ein FC-Abo und steigt vom Knipser zum Fotografen auf. Auf der Gegenseite habe ich durch die FC und vor allem die FC-Treffen sehr interessante Leute kennengelernt. Wir haben klasse Fotoausflüge gemacht, viel Spaß gehabt und nebenher noch einiges gelernt. Dies wäre ohne die FC so nicht möglich gewesen. Olaf Bathke rät auf seiner Homepage die Fotocommunities zu verlassen und offene Netzwerke zu bilden. Soweit würde ich nicht gehen. offen oder nicht, die Probleme entstehen wenn diese Netzwerke eine "kritische Größe" überschreiten. Ich habe mein FC-Abo gekündigt und werde als Free-Member in der FC weiterzumachen. 50 Fotos reichen für ein aussagefähigen Portfolio locker aus. Wer konstruktive Kritik zu seinen Bildern haben möchte sollte mal hier nachschauen. Das wichtigste ist aber nicht alles, egal in welcher Fotocommunity, so ernst zu nehmen und einfach zu Fotografieren und Spaß an seinem Hobby zu haben. | |||||||||||||
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